Nach 20 Jahren Bundesverband Freier Theater ist es nun endlich soweit:
Der BUFT lädt ein zum Bundeskongreß nach Stuttgart. Durch die Entscheidung des Bundestages, dem BUFT ab 2011 eine Geschäftsstelle zu fördern, hat der Kongreß noch einmal an Bedeutung gewonnen. Hier sollen Perspektiven für die Zukunft der Freien Darstellenden Kunst diskutiert werden. Mit Experten und mit den Künstlerinnen und Künstlern.
In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat sich einiges verändert. Deshalb beginnen wir den Kongreß mit zwei Impulsen. Jochen Sandig wird die Veränderungen der Gesellschaft aus der Innensicht eines Theatermachers reflektieren, während TAZ-Kulturredakteur Andreas Fanizadeh aus einer kulturaffinen Draufsicht betrachtet.
Will und kann diese Gesellschaft noch einen Diskurs über sich selbst im Theater führen? Welche Formate brauchen wir dafür? Welche Strukturen? Darüber sprechen anschließend die beiden Referenten mit anderen freien Theatermacherinnen und -machern.
Am folgenden Tag ist die Lebens- und Arbeitsorganisation der freien Künstlerinnen und Künstler ein Thema. Mit zunehmender Mobilität fühlen sich gerade junge Theaterschaffende nicht mehr an einen Ort gebunden, ziehen Arbeitsmöglichkeiten und Fördermitteln hinterher. Was bedeutet das für das Theater und für die Verortung der eigenen künstlerischen Arbeit.
In fünf Foren werden mit Kultureller Bildung und Kreativwirtschaft Themen bearbeitet, die von der Kulturpolitik gern in den Begründungszusammenhang der Theaterförderung gestellt werden.
Auch europäische Kooperationen gehören für einige längst zum Alltag, während andere den damit verbundenen Aufwand deutlicher sehen als die Chancen, die sich ergeben. Immer häufiger werden Freie Theater zu Kooperationen mit Stadt- und Staatstheatern eingeladen, welche Chancen und welche Risiken verbergen sich hinter den oft verlockenden Angeboten. Ausbildung und Nachwuchsförderung schließlich wir in einem weiteren Forum thematisiert.
Sodann werden wir mit Grußworten aus Politik und Gesellschaft das zwanzigjährige Jubiläum begehen, nicht ohne einen kulturpolitischen Impuls zum Abschluss. Denn: Gibt es wirklich so viel zu feiern? Am Samstag schließlich sind dann die Freien Darstellenden Künstlerinnen und Künstler selbst die Impulsgeber? Welche Fragen sind für die Zukunft der Freien Theater zu klären? Generelle und spezielle Fragen können gestellt und diskutiert werden in einem ganztägigen moderierten Open Space.
Geht es den in Stuttgart gar nicht ums Geld? Doch. Am Sonntag werden landesweite Förderstrukturen verglichen, anhand der Statistiken der im BUFT organisierten Theater ein IST-Zustand definiert und diskutiert. Und da stellt sich bei allem Wandel in Theater und Gesellschaft dann natürlich auch die Frage, ob die Förderstrukturen nicht ebenso veränderten Bedingungen angepasst werden sollten? Wie läßt sich die Freie Darstellende Kunst gezielt weiterentwickeln? Am Beispiel des Tanzplans wird die Frage gestellt werden, ob ein solcher Masterplan auch für das Freie Theater Sinn macht. Macher, Förderer und Organisatoren berichten von ihren Erfahrungen, den Erfolgen und Mißerfolgen einer langfristigen und gezielten Förderung des Tanzes.
Außerdem gibt es die Wettbewerbsbeiträge des Stuttgarter Theaterpreises 2010 Tanz zu sehen und auch Raum für informelle Gespräche gibt es genug.
Wer sich also für die Zukunft des Freien Theaters in Deutschland interessiert und sie mit gestalten will, der darf den 1. Bundeskongress der Freien Darstellenden Künstler einfach nicht versäumen.
Anmeldung und weitere Infos sowie das detaillierte Programm zum Download gibt es unter:
www.freie-theater.de
Eckhard Mittelstädt
Stellvertretender Vorsitzender des BuFT
aus: off-informationen 4/2010
Samstag, 27. November 2010
Montag, 22. November 2010
Beratung für Tänzer: Stiftung TANZ Transition Zentrum Deutschland
Am 1. August 2010 hat Dipl-Psych. & Theaterregisseurin Heike Scharpff die Geschäftsstelle der Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland übernommen.
Tanzschaffende können sich dort zur beruflichen Neuorientierung beraten lassen.
Heike Scharpff bietet Informationen über Weiterbildungen, Fördermöglichkeiten, den Umgang mit den Ämtern und das Selbständig-Machen an. Ergänzend dazu sind persönliche Gespräche zur Entwicklung einer beruflichen Zukunftsperspektive möglich.
Das Angebot ist kostenfrei für alle professionellen Tänzer, insbesondere in Situationen des beruflichen Übergangs.
Die STIFTUNG TANZ – Transition Zentrum Deutschland wurde am 19. Januar 2010 mit privaten Mitteln gegründet und hat ihren Sitz in Berlin.
Die Stiftung dient ausschließlich und unmittelbar dem gemeinnützigen Zweck zur ideellen und materiellen Förderung von Tanzschaffenden, insbesondere Tänzern und Tänzerinnen während der Ausbildung, der Karriere und nach Beendigung der aktiven tänzerischen Laufbahn beim Übergang in einen neuen Beruf, der sogenannten "Transition".
Die Geschäftstelle der STIFTUNG TANZ – Transition Zentrum Deutschland wird von Tanzplan Deutschland gefördert.
Das Beratungsangebot wird auch beim Kongress des Bundesverbands der Freien Theater in Stuttgart am 9.-12. Dezember 2010 vorgestellt.
Kontakt
Heike Scharpff
Projektleitung
Stiftung TANZ - Transition Zentrum Deutschland
Kollwitzstr. 64, 10435 Berlin
T 030 978 68 346
heike.scharpff@stiftung-tanz.com
www.stiftung-tanz.com
Bundeshaushalt beschlossen – Was heißt das für den Tanz in Deutschland?
Mitte November 2010 wurde der Bundeshaushalt für 2011 beschlossen. Damit steht fest, welche Mittel der Bund, insbesondere der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Förderung von Tanz und Theater aufwenden kann.
2 Millionen Euro zusätzlich für Kultur
Erfreulich ist die zusätzliche Zuwendung von 2 Mill. Euro an die Kulturstiftung des Bundes. Das sollte die KSB ermutigen, weitere Fonds für Tanz und Theater, wie zuletzt „TanzPartner“ und „TanzErbe“, aufzulegen.
Förderung einer Geschäftstelle für den BuFT
Zu gratulieren ist auch dem Bundesverband Freier Theater, welcher im kommenden Jahr eine Zuwendung von 100.000 Euro für eine Geschäftsstelle erhalten soll - in vielen Bundesländern sind die Landesverbände Freier Theater auch Anlaufstellen für den zeitgenössischen Tanz.
Zu gratulieren ist auch dem Bundesverband Freier Theater, welcher im kommenden Jahr eine Zuwendung von 100.000 Euro für eine Geschäftsstelle erhalten soll - in vielen Bundesländern sind die Landesverbände Freier Theater auch Anlaufstellen für den zeitgenössischen Tanz.
NPN Tanz - keine Förderung durch das BKM
Enttäuschend ist jedoch die Tatsache, das die Koproduktionsförderung des Nationalen Performance Networks, welche über Tanzplan Deutschland aufgebaut wurde, nicht in den Etat des BKM übernommen wurde.
Enttäuschend ist jedoch die Tatsache, das die Koproduktionsförderung des Nationalen Performance Networks, welche über Tanzplan Deutschland aufgebaut wurde, nicht in den Etat des BKM übernommen wurde.
Eine entsprechende online-Petition des Dachverband Tanz Deutschland an den Deutschen Bundestag fand keine Berücksichtung. Erst nach Abschluss der Verhandlungen ist der Petition stattgegeben worden. Vor zwei Tagen ist die öffentliche Mitzeichnung der Petition möglich geworden – wir informieren darüber baldmöglichst.
Stiftung Transition - keine Förderung
Gleichermaßen enttäuscht sind wir, dass der Deutsche Bundestag es nicht vermocht hat, der Empfehlung der selbst eingesetzten Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ zu folgen, und die Stiftung Transition wenigstens mit einer minimalen Förderung auszustatten.
Der Dachverband Tanz Deutschland wird mit allen Parteien über die Notwendigkeit sprechen, eine strukturell sinnvolle, nachhaltige Förderung auch auf der Bundesebene aufzubauen.
www.dachverband-tanz.de
Gleichermaßen enttäuscht sind wir, dass der Deutsche Bundestag es nicht vermocht hat, der Empfehlung der selbst eingesetzten Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ zu folgen, und die Stiftung Transition wenigstens mit einer minimalen Förderung auszustatten.
Der Dachverband Tanz Deutschland wird mit allen Parteien über die Notwendigkeit sprechen, eine strukturell sinnvolle, nachhaltige Förderung auch auf der Bundesebene aufzubauen.
www.dachverband-tanz.de
Michael Freundt, Berlin
Montag, 25. Oktober 2010
Bundeshaushalt - ein Blick in die Kasse
Auf der Webseite "Offener Bundeshaushalt"kann man einfach und transparent im Haushalt herumstöbern.
Dort kann man mal nachlesen, was gibt es für das "ITI - Internationales Theatertreffen" oder die "Bayreuther Festpspiele" an Bundesmitteln.
Offener Bundeshaushalt - Kultur
Das ist ein aufschlußreicher Einblick in die Haushaltslage: Eine durchaus gut und spielerisch aufgemachte Webdarstellung.
Startet man auf der ersten Seite, sieht man auch die Relationnen, in denen sich die gesamten Mittel für die Kultur bewegen.
Wolfgang Hauck
Quelle: http://bund.offenerhaushalt.de/
Dort kann man mal nachlesen, was gibt es für das "ITI - Internationales Theatertreffen" oder die "Bayreuther Festpspiele" an Bundesmitteln.
Offener Bundeshaushalt - Kultur
Das ist ein aufschlußreicher Einblick in die Haushaltslage: Eine durchaus gut und spielerisch aufgemachte Webdarstellung.
Startet man auf der ersten Seite, sieht man auch die Relationnen, in denen sich die gesamten Mittel für die Kultur bewegen.
Wolfgang Hauck
Quelle: http://bund.offenerhaushalt.de/
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Konsultation zum zukünftigen EU-Förderprogramm Kultur
In Vorbereitung des neuen Kulturprogramms hat die Generaldirektion Bildung und Kultur eine online Konsultation gestartet.
Die öffentliche Konsultation steht sowohl einzelnen Bürgern als auch öffentlichen und privaten Einrichtungen, Behörden, Ministerien und Interessenvertretern im Kulturbereich innerhalb und außerhalb der EU offen.
Interessenten können ihre Beiträge für die kommende Runde des Kulturprogramms nach 2013, insbesondere bzgl. der Ziele, Aktivitäten und Arten der Förderung bis zum 15.12.2010 abliefern.
Webseite...
Online-Formular für Interessensvertretungen Kultur
Aus: CCP Deutschland Newsletter vom 19.10.2010
Die öffentliche Konsultation steht sowohl einzelnen Bürgern als auch öffentlichen und privaten Einrichtungen, Behörden, Ministerien und Interessenvertretern im Kulturbereich innerhalb und außerhalb der EU offen.
Interessenten können ihre Beiträge für die kommende Runde des Kulturprogramms nach 2013, insbesondere bzgl. der Ziele, Aktivitäten und Arten der Förderung bis zum 15.12.2010 abliefern.
Webseite...
Online-Formular für Interessensvertretungen Kultur
Aus: CCP Deutschland Newsletter vom 19.10.2010
Dienstag, 19. Oktober 2010
Programm Bundeskongreß in Stuttgart veröffentlicht
Das Tagungsprogramm zum Kongreß in Stuttgart ist veröffentlicht.
Details zur Anmeldung und Ablauf auf der Webseite.
Programm als PDF
Details zur Anmeldung und Ablauf auf der Webseite.
Programm als PDF
Samstag, 16. Oktober 2010
Halle an der Saale: Thalia Theater Halle von Schließung bedroht
Die Stadt Halle an der Saale will das "Thalia"-Theater abschaffen
Heimlich still und leise will Halle an der Saale sein Kinder- und Jugendtheater abschaffen. Das einzige in ganz Sachsen-Anhalt.
Es ist ein Theaterhaus voller Geschichte und Geschichten. Ein Spielplan so nah an der Heimatregion des Theaters, daß die Schließung mehr als nur Trauerspiel ist.
In einem offenen Brief Petition wendet sich nun Theaterschaffende an die Kultusministerin Frau Prof. Dr. Birgitta Wolff:
Auszug:
OFFENER BRIEF an die Kultusministerin Frau Prof. Dr. Birgitta Wolff in Sachsen-Anhalt
Mit dem Beschluss des Aufsichtsrates der Theater, Oper und Orchester GmbH vom 8. Oktober 2010 gipfelt das Fusionsergebnis der einzelnen Kultureinrichtungen in völlige Konzeptlosigkeit, nämlich in die Schließung des Thalia Theaters: das einzige Kinder- und Jugendtheater in Sachsen-Anhalt.
[...]
Wir fordern die rechtliche Prüfung des Beschlusses des Aufsichtsrates zur Schließung der Sparte Kinder- und Jugendtheater!
Wir fordern die Offenlegung der Besucherzahlen nach Sparten!
Ein Hoffnungsschimmer bleibt: der Stadtrat muss in einer der nächsten Sitzung die Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados legitimieren dem nunmehr geänderten Wirtschaftsplan abzusegnen. Möglicherweise kann es spätestens dann zu einer politischen Debatte kommen.
[...]
Die Petition kann online gelesen und unterschrieben werden:
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